„Anti-Diskriminierung“ ist nicht Nice-to-have… es ist überlebenswichtig

LinkedIn Post: Was ich aus einem Selbstverteidungskurs mitnehme in den Workshop Raum

(𝗡𝗼𝘁) 𝗔𝗟𝗟 𝗠𝗘𝗡 –…die Nachrichten sind voll davon. Kaum noch etwas hinzuzufügen.
So wichtig die erhöhte Aufmerksamkeit ist – und so traurig, dass sie überhaupt nötig ist – können sich Mädchen & Frauen (& alle, die sich weiblich lesen) nicht darauf verlassen, dass sich patriarchale Strukturen schnell verändern.

Das System läuft weiter – seit Tausenden von Jahren. Kleine Fortschritte wechseln sich mit Rückschritten ab – allein aktuell sind 42 % der Jungen in DE nicht der Meinung, dass Frauen die gleichen Rechte und Chancen haben sollten (Quelle: MaLisa Stiftung 2/26). Das ist erschreckend!

Mehr Aufklärung – und zwar früh und Überall

Ich habe vor über einem Jahr aus Neugier einen Selbstverteidigungskurs begonnen – mit der beeindruckenden Trainerin Noa W. Nogradi (PhD), die sich seit Jahrzehnten für Frauenrechte engagiert. Natürlich geht es auch um Fitness und Technik. Doch ehrlich gesagt: Diese im Ernstfall perfekt einzusetzen, erfordert jahrelanges Training – und hat körperliche Grenzen.

‼️ Was mich viel mehr beeindruckt hat, war die Kombination aus Praxis und Theorie – ein Konzept, das ich so nicht erwartet hatte!

In jeder Session wurde stets ein Thema behandelt, wie u.a.:

  • innere Alarmzeichen
  • toxische Strukturen
  • Grenzen von Missbrauch
  • Schutzmaßnahmen
  • Bystander-Verhalten…
    Und jedes Mädchen (ich war die Älteste) hatte bereits ihre eigenen Erfahrungen. Ein unglaublicher Raum wo Wut und Trauer sich mit Empowerment vermischte!

💡 Mein stetiger Gedanke: Hätte ich das doch nur früher gemacht!
Mit Sicherheit hätte ich mich – auch am Arbeitsplatz – öfter besser behaupten können – und m.M.n.: JEDES Mädchen sollte diese Aufklärung so früh wie möglich bekommen. Denn Täter kommen meist aus dem Umfeld.

📌 Ich habe aus diesen Sessions enorm viel für meine Arbeit als Trainerin mitgenommen – besonders für diskriminierungssensible Ansätze.

Veränderung braucht Bewusstsein, Sprache und konkrete Handlungsmöglichkeiten.

❗ Es braucht mehr Aufklärung am Arbeitsplatz – kontinuierlich. Nur so entstehen Räume, in denen über Grenzen, Machtstrukturen und Diskriminierung gesprochen wird.
‼️ Genauso wichtig: Frauen zu befähigen. Zu wissen, wie sie reagieren und sich wehren können, ist essenziell.

Liebe Arbeitgebe: Wichtiger denn je, sorgt für diese Räume.

Durch klare Haltung, gezielte Trainings und eine Kultur, in der Hinschauen und Handeln selbstverständlich sind.

Und ja: nicht alle Männer. Aber lernt mit – und sorgt aktiv dafür, dass Räume für Frauen sicher werden.

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