Quiet Quitting – wenn zu viel Harmonie ein Team zerstört

LinkedIn Post: Wenn die Führungskraft immer nur Harmonie hervorhebt – ist es ein Zeichen für mich, dass etwas nicht stimmt.

Wer hat das schon mal erlebt? Von außen wirkt alles super – innerlich gären Konflikte. „𝘓𝘢𝘴𝘴 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘥𝘢𝘴 𝘗𝘳𝘰𝘫𝘦𝘬𝘵 𝘯𝘰𝘤𝘩 ü𝘣𝘦𝘳𝘴𝘵𝘦𝘩𝘦𝘯“ macht sich breit & die innere Kündigung ist längst beschlossen.

𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗽𝗮𝘀𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁 𝗱𝗮𝘀?

Klar sind ein sicheres Gehalt und interessante Aufgaben wichtig für die Arbeitsmotivation. Doch auch Teamwork, insbesondere die offene Kommunikationskultur, hat einen enormen Stellenwert bei den sozialen Faktoren, was u.a. die „Attracting Talent Studie 2024“ v. Kienbaum-Stepstone (s. Abb.) unterstreicht.

In der Praxis wird oft Harmonie über alles gestellt. Sobald ein Teamleiter*in sagt: „Bei uns gibt es keine Konflikte“, werde ich stutzig.
Konflikte sind unvermeidlich – in Beziehungen genauso wie im Team.

Gesunde Teams sind jene, die gelernt haben, Konflikte konstruktiv zu lösen.


❓Doch wie viele Teams können wirklich behaupten, dass eine solche Kultur existiert


▶️ „𝘋𝘢𝘯𝘯 𝘩ä𝘵𝘵𝘦 𝘥𝘪𝘦 𝘗𝘦𝘳𝘴𝘰𝘯 𝘦𝘴 𝘩𝘢𝘭𝘵 𝘢𝘯𝘴𝘱𝘳𝘦𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘴𝘰𝘭𝘭𝘦𝘯“- ein üblicher Satz, was leichter gesagt als getan ist – vor allem, wenn dominante Persönlichkeiten darin involviert sind und den Raum beherrschen. Damit wird nur die Verletzlichkeit des Anderen bloßgestellt und steht machtlos gegenüber.
Ich habe das selbst schon erlebt =fühlt sich ungut an; man bleibt lieber still und zieht sich zurück!

Was braucht es für ein gesundes Team?

✅ Einen „𝗦𝗮𝗳𝗲 𝗦𝗽𝗮𝗰𝗲“ : Sicherheit für jedes Teammitglied seine Meinung äußern zu können, ohne belächelt oder übergangen zu werden. Klare Regeln helfen, diesen Raum zu schaffen.


✅ Starke 𝗙ü𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴: Teamleiter*innen müssen den Mut haben, Konflikte anzusprechen, statt nur „Die Fahne der Harmonie“ hochzuhalten – ansonsten klingt auch jedes „Lob“ nur noch lächerlich.


✅ Regelmäßige 𝗖𝗵𝗲𝗰𝗸-𝗶𝗻𝘀 & Teambuilding: Diese sind keine „netten Extras“, sondern essenziell, um aufkommende Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen.

💡 Daher ist ein gute Moderation wichtig – beim fortschreitenden Konflikt idealerweise von außen.

Wahre Harmonie entsteht erst durch echt Auseinandersetzung

Laut den Teamphasen v.Tuckman gehört „Storming“ – die 2. Phase der Auseinandersetzung – zu jeder guten Teamentwicklung.
Teams, die diesen Schritt vermeiden, stagnieren in einer scheinbaren Harmonie. Das Ergebnis?

…𝗶𝗻𝗲𝗳𝗳𝗶𝘇𝗶𝗲𝗻𝘁𝗲𝘀 𝗔𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 bis hin zu 𝗤𝘂𝗶𝗲𝘁 𝗤𝘂𝗶𝘁𝘁𝗶𝗻𝗴

➡ Hast du schon einmal still gekündigt?
➡ Wie gehst du mit Konflikten im Team um?

Siehe Post auf LinkedIn

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