Jeder Gang in die Praxis ist mit Unsicherheit verbunden

LinkedIn Post: Im Ausland lebend ist man auch auf ärztliche Hilfe angewiesen – und diese Besuche sind gar nicht so einfach.

Nimmt man sich Zeit für mich?

Nimmt man mich ernst?

Kann man mir helfen?

💡 Wenn man im Ausland lebt, kommt zusätzlich noch hinzu:

  • Verstehen Sie mich? [wortwörtlich die Sprache, aber auch die Art der Kommunikation]
  • Kann ich meine Symptome oder den Krankheitsverlauf erklären?
  • Kennen Sie das Medikament, das ich bisher genommen habe?
  • Wie unterscheidet sich die Behandlungsmethode der mir bekannten?

Seit 10 Jahren lebe ich im Ausland in verschiedenen Ländern und aufgrund einer Erkrankung sind für mich Kontrolluntersuchungen essentiell. Daher ist die Gesundheitsversorgung für mich als Expat die erste Information, die ich benötige, sowie auch der erste Gang – und leider auch verbunden mit unendlichen (Ver-)Suchen – darüber könnte ich ein Buch schreiben.

📢 𝗗𝗲𝗿 𝗘𝗺𝗽𝗳𝗮𝗻𝗴 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝗲 𝗞𝗼𝗻𝘁𝗮𝗸𝘁

… noch vor dem Arzt:in – und es wird maßlos unterschätzt, was das mit Menschen macht!
Innerhalb weniger, unbewusster Sekunden entscheidet sich, ob ich mich hier wohlfühle und ob ich den medizinischen Fachangestellten sowie den Ärzten vertrauen kann und kompetent behandelt werde.

‼️ Stimmt diese erste Begegnung am Empfang nicht, kann es auch für den Arzt schwierig sein, diese Stimmung wieder zu drehen – mag er noch so kompetent sein. Der Ruf der Praxis leidet mit.

🔎 Ein Gefühl des Ausgeliefertseins, das besonders bei ausländischen Patienten enorm mitschwingt.

➡️ Aus eigener Berufserfahrung in Praxen kann ich sagen, dass sich die Philosophie und das Teambild der Praxis auch beim Patienten widerspiegeln – im Umgang mit anderen und untereinander.
Dabei ist ein gutes Gefühl so wichtig für Patienten – denn sie benötigen Fürsorge anstatt schlechter Schwingungen.

💡 Hier kommt interkulturelle Kompetenz ins Spiel – zum einen, sich Wissen anzueignen, aber auch die Reflexion zu fördern, wie sich PatientInnen fühlen – vor allem, wenn sie aus einem anderen Kulturkreis kommen.
📌 Das ist kein Zusatz, sondern ein zentraler Bestandteil guter Patientenversorgung!

💚 3 kleine Impulse für den Praxisalltag – die nichts kosten:

  • Ein bewusster erster Blickkontakt und freundliches „Willkommen“ machen einen ersten Unterschied.
  • Einfache, klare Sprache
  • Feedback schärfen: „Habe ich Sie richtig verstanden?“ – für Sicherheit beider Seiten.

Mit einem klaren Fokus auf den sensiblen Erstkontakt – denn dieser entscheidet oft mehr, als uns bewusst ist!

👉 Wie erlebt ihr häufig den Erstkontakt in einer Praxis– positiv oder eher herausfordernd? Welche kulturellen Unterschieden hast du dabei schon bemerkt?

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