Ein Video reicht nicht: Nicht beim Töpfern & nicht bei der Weiterbildung

LinkedIn Post: Über die Reflexion wie E-Learning Kompetenzen wirklich ausbilden können.

Ich bin Hobby-Keramikerin – wer sich schon einmal damit beschäftigt hat, weiß: Es ist ein never-ending Lernen mit unzähligen Versuchen und Fehlstücken. Wer sich in Geduld und Resilienz üben möchte – voíla, kann ich nur empfehlen. 😉

Dabei schaue ich ab und zu Videos für Tipps und kreative Ideen. Und letzte Woche, wieder eines dieser Videos: eine handgefertigte Tasse mit einer Technik, die so unfassbar leicht aussah: 𝘋𝘢𝘴 𝘮𝘢𝘤𝘩 𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘤𝘩𝘯𝘦𝘭𝘭 𝘯𝘢𝘤𝘩.

🤕 Und was soll ich sagen? …ich bin beim x-ten Versuch.
Ganz schön anstrengend ohne persönliche Anleitung.

Kann uns KI und E-Learning wirklich ersetzen?

❓ Und wenn es beim Hobby so ist, wie ist es dann im Unternehmen?

Während ich an dem Stück gearbeitet habe, musste ich daran denken, dass immer mehr Unternehmen bei Präsenztrainings von Mitarbeitenden und Teams einsparen.

Es wird auf E-Learning oder gar KI gesetzt – frei nach dem Motto: Das muss für die interne Weiterbildung reichen.

Dabei fehlt das Entscheidende: Austausch, Übung und Reflexion

📢 Besonders kritisch wird es bei Themen wie interkultureller Kompetenz, Diversity oder diskriminierungssensibler Zusammenarbeit.
Wie oft läuft im Onboarding „kurz ein Video nebenher“, während parallel Mails beantwortet werden? Am Ende noch schnell den verpflichtenden Haken setzen – erledigt.

❓ Aber ist Kompetenz wirklich so einfach aufgebaut?

Soziale, interkulturelle Kompetenz ist wie ein Muskel – oder wie die Technik beim Töpfern: Sie muss immer wieder trainiert werden und lebt vom direkten Austausch und dem bewussten Erleben von Unterschieden.

💡 Nur durch Gespräche, Perspektivwechsel, Simulationen und emotionale Erfahrungen bleibt wirklich etwas hängen!

Auch wir Trainer:innen, obwohl wir uns tagtäglich damit auseinandersetzen, müssen uns regelmäßig austauschen, andere Perspektiven wahrnehmen und kontinuierlich dazulernen.

❓ Nahezu nichts kann man beim ersten Mal, oder?

🔎 Woher also die Erwartungshaltung, dass ein einmaliges Video für Bildung ausreicht und danach alle Teams reibungslos funktionieren –inklusive motivierte Mitarbeitende?

➡️ Lernen ist kein einmaliger Haken auf einer To-do-Liste – Lernen ist ein Prozess.

Wie siehst du das?
Bist du Team Live-Training oder reicht für dich ein Video?

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